Die Messungen

Hier finden Sie alle Informationen rund um unsere neuen und alten Messungen

Messungen Wintersemester 2019

Auch dieses Semester steht der Enforcement Trailer der Firma VITRONIC wieder in der Heinrichstraße, auf der Höhe des „Caritas“ Gebäudes. Damit knüpfen wir unmittelbar an die Messungen aus dem Sommersemester 2019 an, denn der Standort hat sich nicht nennenswert verändert. Nur gilt es diesmal, Messwerte nach dem Dieselfahrverbot zu erheben.

Messungen Sommersemester 2019

Ab 01.06.2019 tritt das Dieselfahrverbot in Darmstadt in Kraft.
Es ist das erste Verbot dieser Art in Hessen.

„Erstmal gilt das in jedem Fall bis Ende des Jahres“, sagte Sprecher Daniel Klose von der Stadt über das Fahrverbot. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die schwarz-grüne Landesregierung hatten sich darauf geeinigt, einen 640 Meter langen Abschnitt der vielbefahrenen Hügelstraße und 330 Meter der Heinrichstraße für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5 und für Benziner bis Euronorm 2 zu sperren.

An zwei Straßen (Heinrichstraße und Hügelstraße) wurden Fahrstreifen reduziert.
Aus Datenschutzgründen darf nur bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung anhand des Nummernschilds überprüft werden, ob es sich um einen alten Diesel handelt. Da auf weniger Fahrstreifen weniger Verkehr passieren kann, soll zudem eine geringere Menge Schadstoffe in die Luft geraten.

Die Sperrungen sollen so kurz wie möglich sein. „Das ist keine Maßnahme, die sich Darmstadt ausgedacht hat und aus Sicht der Stadt ist es auch nicht die geeignete Maßnahme“, sagte Klose. Gegen Ende des Jahres würden neue Messdaten erhoben und dann geschaut, wie sich die Stickoxid-Belastungen entwickelt haben.

In Darmstadt waren 2018 an Messstellen Jahresmittelwerte an der Hügelstraße von knapp 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Stickstoffdioxid und an der Heinrichstraße von rund 54 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden. In den Jahren davor lagen die Werte höher. Der EU-Grenzwert liegt bei einem Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Im Zuge der für die Stadt Darmstadt zusammen mit der Hochschule Darmstadt geplanten Verkehrsmessungen wird die Fa. VITRONIC Bildverarbeitungssysteme GmbH mit PoliScan-Systemen Messungen an mehreren Standorten in Darmstadt durchführen. Die Messungen sollen sowohl von einem Enforcement Trailer (am Fahrbahnrand geparkter Anhänger) aus, wie aus einigen ortsfesten Anlagen zur Verkehrsüberwachung (PoliScan-Systemsäulen im Eigentum der Stadt Darmstadt) durchgeführt werden.

Zur Erhebung der Verkehrsdaten erfassen die PoliScan-Systeme vorbeifahrende Fahrzeuge auf Basis von Lasermesstechnik und ermitteln einzelne Messgrößen.

Ausschließlich zur Bestimmung des Landkreises des Fahrzeugs erfolgt eine Erfassung der Fahrzeugfront mit Hilfe einer Digitalkamera und eines nicht sichtbaren Infrarotblitzes. Dabei wird ein Foto, auf welchem das Fahrzeugkennzeichen, nicht aber Insassen im Fahrzeuginnenraum erkennbar sind, kurzzeitig zur Auswertung im flüchtigen Hauptspeicher des Messgeräts gehalten, so dass durch automatische Kennzeichenlesung und Anonymisierung die Merkmale „Landkreis, Land und ggf. „Syntax“ ermittelt werden können.

Nur diese Merkmale werden aufgezeichnet, das temporär zwischengespeicherte Bild wird beim nächsten Messvorgang überschrieben.

Eine Aufzeichnung von Bildern erfolgt nicht.

Während den Messungen sind die Geräte gegen unbefugten Zugriff durch Dritte geschützt, sowohl durch kryptografischen Zugriffschutz (harte Authentifizierung), als auch physisch durch die verschlossenen Umgehäuse.
Sollte ein Vandalismusschutzgehäuse aufgebrochen und das Gerät entwendet werden, so sind mit dem Trennen von der Stromversorgung temporäre Daten unwiderruflich verloren.

Im regulären Erfassungsbetrieb liefern die Systeme Auswertungsdateien ohne personenbeziehbare Informationen.

Die Dateien enthalten für jedes Fahrzeug den Zeitstempel der Durchfahrt, eine Fahrzeug- oder Objekt-ID, den Fahrzeugtyp (PKW, LKW), die befahrene Spur, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung.

Zusätzlich werden über Sensoren auf dem ENFORCEMENT TRAILER folgende Umweltdaten erfasst.

Stickstoffdioxid (NO2), Stickstoffmonoxid (NO), Kohlenstoffmonoxid (CO), Ozon (O3), Feinstaub (PM2,5), Feinstaub (PM10), Windgeschwindigkeit und -richtung, Niederschlag, Luftdruck, Temperatur, relative. Luftfeuchtigkeit.

Dieses Semester befindet sich unsere Messstation in der Heinrichstraße /Ecke Wilhelm-Glässing-Straße. Aufgrund der Fahrbeschränkung ab dem 1.Juni ist der Stellplatz perfekt geeignet, um mögliche Unterschiede in den Messdaten vor und nach dem Verbot zu erkennen.

Zudem messen wir auch mit einer festinstallierten Säule, auf der ein Sensor angebracht. Diese befindet sich an der Heinrichstraße/Ecke Inselstraße

Luftqualität in Abhängigkeit zur Luftfeuchtigkeit     

Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto niedriger ist der Feinstaub, NO, NO2 und CO.


Stickstoffmonoxid in Abhängigkeit zur Windgeschwindigkeit (März, Hügelstraße)

Je höher die Windgeschwindigkeit, desto niedriger sind die Luftschadstoffe.


Heinrichstraße/Wilhelm-Glässing-Str. (Standort des Trailers)

Rückgang der Fahrzeuganzahl (Karlstraße in Richtung Heidelberger Straße) nach der Fahrbeschränkung.


Heinrichstraße/Eugen-Kogon-Str. (Breslauer Platz)

Rückgang der Fahrzeuganzahl nach der Fahrbeschränkung


Hanauer Straße/Landgraf-Georg-Straße (Ostbahnhof)

Anstieg der Fahrzeuganzahl nach der Fahrbeschränkung  (eventuell Umfahrung)


Rheinstraße/Berliner Allee (Hauptbahnhof)

Anstieg der Verkehrsdichte nach der Fahrbeschränkung.

Wird sich der Verkehrsfluss nach der Fahrbeschränkung verändern? → Veränderungen vorhanden, eventuelle Umfahrung bzw. Nichtbeachten der Beschränkung.

Gibt es eine Abhängigkeit zwischen den Wetterdaten und der Luftqualität? → Anstieg der Luftfeuchtigkeit oder Windgeschwindigkeit beeinflusst die Luftqualität.

Besteht ein Zusammenhang zwischen der Verkehrsdichte und der Luftqualität? → Es ist nur ein grober Zusammenhang durch die hier vereinfachte lineare Darstellung feststellbar.

Auf Basis der ausgewerteten Messwerte kamen wir zu folgenden Ergebnissen, die sich sowohl an die Stadt als auch an die Projektgruppe im nächsten Semester richten:

  1. Anreize zur Nutzung von ÖPNV schaffen
  2. Messwerte einer Säule miteinbeziehen (an ausgewählter Stelle), um genauere Ergebnisse über die Verkehrsdichte zu bekommen
  3. Messungen der Luftqualität außerhalb des Verkehrsraums (HLNUG Messstation am Woog) mit der innerstädtischen (HLNUG Messstation Hügelstraße) vergleichen
  4. erneute Prüfung und Analyse um auf den langfristigen Effekt der Fahrbeschränkung zu schließen
  5. Umfahrungen der Heinrichstraße feststellen

Messungen Wintersemester 2018

Im Zuge der für die Stadt Darmstadt zusammen mit der Hochschule Darmstadt geplanten Verkehrsmessungen wird die Fa. VITRONIC Bildverarbeitungssysteme GmbH mit PoliScan-Systemen Messungen an mehreren Standorten in Darmstadt durchführen. Die Messungen sollen sowohl von einem Enforcement Trailer (am Fahrbahnrand geparkter Anhänger) aus, wie aus einigen ortsfesten Anlagen zur Verkehrsüberwachung (PoliScan-Systemsäulen im Eigentum der Stadt Darmstadt) durchgeführt werden.

Zur Erhebung der Verkehrsdaten erfassen die PoliScan-Systeme vorbeifahrende Fahrzeuge auf Basis von Lasermesstechnik und ermitteln einzelne Messgrößen.

Ausschließlich zur Bestimmung des Landkreises des Fahrzeugs erfolgt eine Erfassung der Fahrzeugfront mit Hilfe einer Digitalkamera und eines nicht sichtbaren Infrarotblitzes. Dabei wird ein Foto, auf welchem das Fahrzeugkennzeichen, nicht aber Insassen im Fahrzeuginnenraum erkennbar sind, kurzzeitig zur Auswertung im flüchtigen Hauptspeicher des Messgeräts gehalten, so dass durch automatische Kennzeichenlesung und Anonymisierung die Merkmale „Landkreis, Land und ggf. „Syntax“ ermittelt werden können.

Nur diese Merkmale werden aufgezeichnet, das temporär zwischengespeicherte Bild wird beim nächsten Messvorgang überschrieben.

Eine Aufzeichnung von Bildern erfolgt nicht.

Während den Messungen sind die Geräte gegen unbefugten Zugriff durch Dritte geschützt, sowohl durch kryptografischen Zugriffschutz (harte Authentifizierung), als auch physisch durch die verschlossenen Umgehäuse.
Sollte ein Vandalismusschutzgehäuse aufgebrochen und das Gerät entwendet werden, so sind mit dem Trennen von der Stromversorgung temporäre Daten unwiderruflich verloren.

Im regulären Erfassungsbetrieb liefern die Systeme Auswertungsdateien ohne personenbeziehbare Informationen.

Die Dateien enthalten für jedes Fahrzeug den Zeitstempel der Durchfahrt, eine Fahrzeug- oder Objekt-ID, den Fahrzeugtyp (PKW, LKW), die befahrene Spur, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung.

Zusätzlich werden über Sensoren auf dem ENFORCEMENT TRAILER folgende Umweltdaten erfasst.

Stickstoffdioxid (NO2), Stickstoffmonoxid (NO), Kohlenstoffmonoxid (CO), Ozon (O3), Feinstaub (PM2,5), Feinstaub (PM10), Windgeschwindigkeit und -richtung, Niederschlag, Luftdruck, Temperatur, relative. Luftfeuchte.

Standorte

Bei der Auswahl der möglichen Messpunkte für den Enforcement Trailer der Firma VITRONIC, haben wir uns anhand der Ergebnisse aus dem Sommersemester für zwei Orte entschieden.

11.12.2018 – 20.12.2018

Die erste Station unseres Enforcement Trailers ist die Hügelstraße in Höhe Wilhelm-Glässing-Straße. Hier können wir ein hohes Verkehrsaufkommen beobachten und unsere erfassten Umweltdaten mit denen der stationären Messstation vergleichen.

02.01.2019 – 11.01.2019

Der zweite und letzte Halt des Trailers befindet sich in der Heinrichstraße auf Höhe der Hausnummer 62. Auch an dieser Stelle finden wir ein relativ hohes Verkehrsaufkommen vor. Besonders wichtig für die Qualität der erfassten Daten ist die Tatsache, dass wir an beiden Orten fließenden Verkehr vorfinden.

Das LKW-Durchfahrtsverbot gilt grundsätzlich für alle Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Eine Ausnahme gilt jedoch für Be- und Entlader der Darmstädter Innenstadt (6 – 20 Uhr frei). Die Grüne Plakette ist jedoch für die Umweltzone erforderlich. Nachts (20 – 6 Uhr) dürfen LKWs die Stadt gar nicht durchfahren. Dieses Verbot gilt ganztägig für die obere Rheinstraße.

Durchfahrtskontrolle

In der Stadt werden die Verstöße gegen das LKW-Durchfahrtsverbot derzeit durch stichprobenartige Kontrollen der Polizei und Kommunalpolizei gemeinsam geahndet (mind. 2-mal pro Monat).

Fahrzeugs-/Verkehrskontrollen: 

  • Reifen
  • Ruhezeiten
  • Licht
  • Feinstaub (Umweltzone)
  • usw.

Frachtpapiere: 

  • Führerschein des Fahrers
  • Lieferschein in Darmstadt
  • Ausnahmegenehmigung, muss beantragen werden.

Die LKWs, die keine Ladung haben, müssen auch eine Ausnahmegenehmigung haben, wenn die in die Stadt durchfahren möchten.

Ausnahmegenehmigung

Diese Genehmigung erlaubt es von bestimmten Regeln abzuweichen. Damit der LKW mit über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in die Stadt fahren darf. Eine Ausnahmegenehmigung muss beim Straßenverkehrsamt beantragt werden.

Diese Außnahmen gelten für:

  • Arbeitsmaschinen
  • land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  • zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge
  • Krankenwagen, Arztwagen (mit der Kennzeichnung „Arzt im Notfalleinsatz“)
  • Kfz für Menschen mit Behinderungen
  • Oldtimer mit H- oder 07-Kennzeichen
  • Sonderrechte nach § 35 StVO (z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Straßenreinigung)
  • Fahrzeuge der Bundeswehr/NATO.

Keine Ausnahmegenehmigung gelten für:

  • von Fahrzeugen, die nach dem 01.08.2014 auf den Halter zugelassen worden sind
  • von Touristen
  • zur Arbeitsstätten (Ausnahme: Arbeitsbeginn/-ende spätnachts, wenn kein ÖPNV verkehrt)
  • zu Einkaufs- oder Besuchszwecken
  • zum Transport von Kindern zur Kita, Schule o.ä.
  • zum Besuch von Abendschulen, Universitäten o.ä.
  • zur privaten Pflege von Angehörigen, die in der Umweltzone sind.

Konzept „Section Control“

In Deutschland ist Section Control noch nicht nicht im Einsatz, aber seit 2015 hat Hannover schon das erstes „Streckenradar“ in Betrieb, mit einer Länge von 2,2 km. In der Zukunft möchte die Stadt ein „Streckenradar“ von Eberstadt bis zu Darmstadt einsetzen.

Problem 

  • Die Pläne, auch in Deutschland Section-Control-Stationen einzurichten, stoßen aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken auf Kritik. Denn bei Section Control wird jedes vorbeifahrende Auto fotografiert – auch wenn es nicht zu schnell fährt. Ob eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorliegt, ist aufgrund der technischen Funktionsweise der Section Control Messgeräte erst ab der zweiten Messung bestimmbar.
  • Das bedeutet, dass auch unschuldige Verkehrsteilnehmer unter Generalverdacht gestellt werden.
  • Kamera/Radar kann aber noch nicht das LKW-Gewicht und das LKW-Durchfahrtserlaubnis erkennen.

Idee/Lösung

  • Bei der Einführung von Section Control in Deutschland müsste besondere Aufmerksamkeit auf die Datensicherheit gelegt werden. Die erhobenen Daten müsste sofort gelöscht werden, wenn feststeht, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wurde, und dürfen unter keinen Umständen in die Hände von Unbefugten gelangen.

Section Control soll in Eberstadt – Darmstadt (Karlsruher Straße), Griesheim – Darmstadt (Rheinstraße), Weiterstadt/Arheilgen – Darmstadt Nordbahnhof und in Darmstadt Ost (Heinrichstraße) einsetzen werden. Dies erfolgt mit der Einsetzung einer Mautstelle zusammen mit dem Sensor der Kamera für LKWs .Jeder LKW sollten einen Strichcode erhalten, damit der Sensor den Strichcode scannen könnten, um die Datei identifizieren zu können. Der Strichcode kann zum Beispiel auf der Windschutzscheibe angebracht werden. Wenn der LKW kein Durchfahrtserlaubnis hatte, wird das Foto aufgenommen und der Fahrer wird bestraft.

Messungen Sommersemester 2018

Im Zuge der für die Stadt Darmstadt zusammen mit der Hochschule Darmstadt geplanten Verkehrsmessungen wird die Fa. VITRONIC Bildverarbeitungssysteme GmbH mit PoliScan-Systemen Messungen an mehreren Standorten in Darmstadt durchführen. Die Messungen sollen sowohl von einem Enforcement Trailer (am Fahrbahnrand geparkter Anhänger) aus, wie aus einigen ortsfesten Anlagen zur Verkehrsüberwachung (PoliScan-Systemsäulen im Eigentum der Stadt Darmstadt) durchgeführt werden.

Zur Erhebung der Verkehrsdaten erfassen die PoliScan-Systeme vorbeifahrende Fahrzeuge auf Basis von Lasermesstechnik und ermitteln einzelne Messgrößen.

Ausschließlich zur Bestimmung des Landkreises des Fahrzeugs erfolgt eine Erfassung der Fahrzeugfront mit Hilfe einer Digitalkamera und eines nicht sichtbaren Infrarotblitzes. Dabei wird ein Foto, auf welchem das Fahrzeugkennzeichen, nicht aber Insassen im Fahrzeuginnenraum erkennbar sind, kurzzeitig zur Auswertung im flüchtigen Hauptspeicher des Messgeräts gehalten, so dass durch automatische Kennzeichenlesung und Anonymisierung die Merkmale „Landkreis, Land und ggf. „Syntax“ ermittelt werden können.

Nur diese Merkmale werden aufgezeichnet, das temporär zwischengespeicherte Bild wird beim nächsten Messvorgang überschrieben.

Eine Aufzeichnung von Bildern erfolgt nicht.

Während den Messungen sind die Geräte gegen unbefugten Zugriff durch Dritte geschützt, sowohl durch kryptografischen Zugriffschutz (harte Authentifizierung), als auch physisch durch die verschlossenen Umgehäuse.
Sollte ein Vandalismusschutzgehäuse aufgebrochen und das Gerät entwendet werden, so sind mit dem Trennen von der Stromversorgung temporäre Daten unwiderruflich verloren.

Im regulären Erfassungsbetrieb liefern die Systeme Auswertungsdateien ohne personenbeziehbare Informationen.

Die Dateien enthalten für jedes Fahrzeug den Zeitstempel der Durchfahrt, eine Fahrzeug- oder Objekt-ID, den Fahrzeugtyp (PKW, LKW), die befahrene Spur, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung.

Laut Umweltbundesamt steigt die CO2-Emmision seit 2012 durch den Verkehr in Deutschland wieder an (siehe Abbildung 1). Gleichzeitig ist der Verkehr auch für den größten Teil der Stickstoffoxidemission in Deutschland verantwortlich.

Stickoxide stammen vor allem aus Dieselmotoren. Sie verursachen Atemwegsreizungen und erhöhen Herzbeschwerden. Daher existieren europaweite Regularien bzw. Grenzen von 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft in der Stunde. Dieser Wert sollte nicht mehr als 18x pro Jahr überschritten werden. Außerdem gilt ein Grenzwert von höchstens 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel.[1] Der folgende Ausschnitt aus der Statistik vom Umweltbundesamt zeigt die deutschlandweiten Orte mit der höchsten Stickstoffdioxid-Belastung.

[1] https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide

 

Hieraus ist erkennbar, dass der Grenzwert innerhalb der Hügelstraße in Darmstadt deutlich überschritten wird (siehe Abbildung 2). Dies ist der ausschlaggebende Punkt, weswegen unser Studententeam gemeinsam mit der Firma VITRONIC Dr. – Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH Wiesbaden in den Monaten April, Mai und Juni die Korrelation von Geschwindigkeit, Durchsatz und Umweltbelastung an den meist befahrenen Straßen Darmstadts analysieren will.

Ziel der Ausarbeitung ist es, eine Möglichkeit und Vision in Richtung der Optimierung des Verkehrsflusses in Darmstadt zu schaffen und somit der Stadt Darmstadt analysierte Daten, sowie eventuelle Verbesserungsvorschläge zur Reduktion der Umweltbelastung zu liefern.

Standorte

Um die geeigneten Messpunkte zu analysieren wurden zunächst mit Hilfe von Google Maps, [ui!] TRAFFIC sowie dem Luftreinhalteplan für den Ballungsraum Rhein-Main (Teilplan Darmstadt) die kritischsten Verkehrspunkte ausfindig gemacht. Durch diese Quellen konnten wir feststellen, dass vor allem Einfahrtsstraßen in die Stadt, sowie Durchfahrtsstraßen von besonders hohem Verkehrsaufkommen betroffen sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen VITRONIC können wir nach datenschutzrechtlicher Prüfung auf Daten von festinstallierten Blitzern zugreifen.

Um geeignete Stellplätze für den mobilen Trailer zu ermitteln, wurden die kritischen Verkehrspunkte an denen keine festinstallierten Geschwindigkeitsmessanlagen vorhanden sind, zu Fuß begutachtet. Bei dem Stellplatz ist darauf zu achten, dass der Anhänger parallel zur Fahrbahn steht und die optische Messeinrichtung entgegen derFahrtrichtung des zu messenden Verkehrs ausgerichtet ist. Des Weiteren soll der morgendlich einfahrende Verkehr – besonders unter der Woche – erfasst werden, da die Verkehrsdichte zu dieser Tageszeit höher ist als zu anderen Tageszeiten.

Standorte für die festinstallierten Blitzer:

  • Karlsruher Straße B3
  • Heinrichstraße / Inselstraße
  • Kasinostraße / Pallaswiesenstraße
  • Rheinstraße / Am Kavalliersand

Standorte für den mobilen Trailer:

  • Ostbahnhof / B26
  • Spessartring (Washingtonplatz)
  • Hügelstraße / Wilhelm-Glässing-Straße
  • Heinrichstraße Höhe Haus Nr.62

Da die Auswertung noch in Bearbeitung ist, haben wir zur Veranschaulichung eine Probetabelle mit Dummywerten hier zur Verfügung gestellt. Hieraus ist zu erkennen, dass keinerlei personenbezogenen Daten erhoben werden und die komplette Messung automatisiert, wie auch anonymisiert abläuft.

Geschwindigkeitsverstöße am jeweiligen Messpunkt werden nicht aufgenommen und somit nicht geahndet.

Für die Luftschadstoffmessung werden folgende Daten erhoben:

  • Stickstoffdioxid (NO2)
  • Stickstoffmonoxid (NO)
  • Kohlenstoffmonoxid (CO)
  • Ozon (O3)

Für die Partikelmessung werden folgende Daten erhoben:

  • Feinstaub (PM2,5)
  • Feinstaub (PM10)

Außerdem wird noch die Temperatur, die relative Luftfeuchtigkeit und der Luftdruck aufgenommen.