Interdisziplinäre und gesellschaftliches Engagement
Am Zentrum für Nachhaltige Wirtschafts- und Unternehmenspolitik (ZNWU) der Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences sind Forschung und Lehre eng mit Fragen demokratischer Teilhabe, öffentlicher Wertschöpfung und nachhaltiger Governance verbunden. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und sinkenden Vertrauens in politische Institutionen ist die Stärkung demokratischer Kompetenzen und lokaler Beteiligungsprozesse ein zentrales Anliegen einer nachhaltigkeitsorientierten Public-Management-Forschung.
Im Forschungsbereich Public Management am ZNWU engagiert sich Prof. Friederike Edel in interdisziplinären Ansätzen, die wissenschaftliche Forschung, Lehre und demokratische Praxis miteinander verbinden.
Das Projekt “Source“ – Demokratie gemeinsam gestalten
Ein zentrales Beispiel dieses Engagements ist das Projekt „Source“, das im Rahmen des Programms „Design for Democracy“ der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 präsentiert wurde. Das Projekt wurde an der Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences entwickelt und bringt Studierende sowie Lehrende aus den Bereichen Public Management, Design und angrenzenden Disziplinen zusammen.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Fragen wie: Wie kann demokratische Teilhabe auf lokaler Ebene gestärkt werden? Wie können gesellschaftliche Prozesse gemeinsam gestaltet werden? Und welchen Beitrag kann interdisziplinäre Lehre zur Stärkung demokratischer Kulturen leisten?
Studierende arbeiteten eng mit kommunalen Akteurinnen und Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern in Messel, Dannenrod und Eltville zusammen und setzten sich direkt mit lokalen Herausforderungen auseinander. In partizipativen Workshops und Ko-Kreationsformaten entstanden konkrete Ergebnisse wie Kommunikationskonzepte, Machbarkeitsstudien für gemeinschaftsbasierte digitale Anwendungen sowie Ideen für öffentliche Räume, die gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt wurden.

Nur durch Teamarbeit und die Zusammenarbeit verschiedener Fakultäten lassen sich die Probleme von morgen lösen: Dies ist die zentrale Botschaft des Projekts „Source“, das von Friederike Edel, Professorin für Public Management, Werner Stork, Professor für Organisation und Management, und Sabine Winkler, Professorin für Industriedesign (von links) an der h_da entwickelt wurde. Die ideale Plattform für diesen Dialog bietet das Spiel „Spiel der Gesellschaft“, das auf einer Idee des Studenten Moritz Reutner basiert.
Hochschulen als Orte demokratischer Erprobung
Das Projekt spiegelt ein zentrales Selbstverständnis des ZNWU und des Forschungsbereichs Public Management wider: Hochschulen sind nicht nur Orte der Wissensproduktion, sondern auch Räume demokratischer Erprobung und gesellschaftlichen Lernens.
Durch die enge Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis lernen Studierende, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, institutionelle Komplexität zu reflektieren und demokratische Werte in konkrete Lösungsansätze für öffentliche Governance zu übersetzen.
Beitrag zu nachhaltigem Public Management
Das Projekt „Source“ zeigt exemplarisch, wie Forschung und Lehre im Bereich Public Management zur Stärkung demokratischer Resilienz beitragen können. Demokratie wird dabei nicht als abstraktes Konzept verstanden, sondern als gelebter Prozess, der durch Beteiligung, Dialog und Kooperation gestaltet wird.
Mit ihrer Mitwirkung an diesem interdisziplinären Projekt leistet Prof. Friederike Edel als Mitglied des Forschungsbereichs Public Management am ZNWU einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigkeitsorientierten öffentlichen Verwaltung, partizipativen Governance-Strukturen und gesellschaftlich eingebetteter Forschung.





