Aufruf zur Beteiligung!

Am 06. und 07. September 2018 findet in Darmstadt am Schaderforum die interdisziplinären Fachtagung „Taking back Control. Zur globalen Finanzkrise und den Ambitionen einer Steuerung des Finanzsystems“ statt.

Die Veranstalter, die Schader-Stiftung und der vom BMBF geförderte For- schungsverbund „Was sollen Banken tun?“ (SOFI Göttingen, Hochschule Darmstadt und Nell-Breu- ning-Institut Frankfurt am Main), laden dazu junge, als auch erfahrene Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wissenschafter verschiedener Fächer ein, sich mit einem Paper für einen Vortrag auf dieser Tagung zu bewerben.

Das Paper sollte einem der folgenden drei Gebiete zugeordnet werden können:

Transdisziplinäre Krisendiagnosen
Ein mehrdimensionales Verständnis des Weges in die Krise ist eine wichtige Grundlage dafür, problemadäquate Ideen für die Gestaltung künftigen sozialen Wandels zu entwickeln. Ein integrales Krisenverständnis erfordert Beiträge aus unter- schiedlichen Sozialwissenschaften. Neuere Forschungsansätze untersuchen die Wechselwirkungen zwischen jenen kulturellen, institutionellen und organisationalen Veränderungsprozessen, ohne die vor zehn Jahren die Finanzkrise nicht ausgebrochen wäre. Zu welchen Ergebnissen kommen diese?

Die Bedeutung der globalen Finanzkrise für die Stabilität demokratischer Gesellschaften
Ein Mindestmaß an Vertrauen auf die Stabilität und Überschaubarkeit der eigenen Lebensumstände und die Überzeugung, dass es bei der Verteilung gesellschaftlicher Risiken und Lasten nicht offen unfair zugeht, sind für die Stabilität demokrati- scher Gesellschaften zentral. Entstehung, Verlauf, Bewältigung und Nachwirkungen der Finanzkrise sind geeignet, diese Legitimitätsgrundlagen zu un- terminieren. Dies könnte die Schwächung etablierter demokratischer Parteien und den Aufschwung diverser populistischer Bewegungen mit befördert haben. „Take Back Control!“, ursprünglich ein Slo- gan der Brexitbefürworter gegen die „Bevormun- dung“ durch die EU, steht heute auch für den po- pulistischen Anspruch, einer „korrupten Elite“ das Heft des Handelns zu entreißen, bedrohliche Entwicklungen abzuwenden und – unter Ausblendung der für moderne Gesellschaften charakteristischen Komplexität – den Wandel der Gesellschaft umfassend zu steuern.

Gesellschaftliche Kontrolle des Finanzsystems – wie und wozu?
Die Einsicht in die Komplexität und hohe Selbstreferenzialität des modernen Finanzsystems bedingt eine erhebliche Skepsis gegenüber ambitionierten Vorstellungen seiner Steuerung. Zugleich stellt sich die Frage nach dem „Nutzen“ der Finanz- wirtschaft, welche Leistungen sie erbringt (und erbringen könnte): für die Gesamtwirtschaft und für das Streben der Menschen nach dem guten Leben, aber auch für die Bewältigung drängender gesellschaftspolitischer Herausforderungen wie etwa der großen ökologischen Transformation. Auf welche gesellschaftlichen Ziele sollte und kann die Finanzwirtschaft ausgerichtet werden? Wie wäre dies möglich?
Bitte senden Sie Ihr Paper (ein bis zwei Seiten DinA4) bis zum 15. März 2018 an:   tagung@ nanzsystem-und-gesellschaft.de
Die Auswahl erfolgt Mitte April 2018.

Mehr Informationen gibt es hier.

 

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