Neue Publikation: Vermögensbesteuerung – Klimaanpassung – Eine Chance für eine gerechte Klimapolitik

Neue publikation:

Unterschätzte Synergien zwischen Vermögensbesteuerung und Klimawandelanpassung

In dem Fachartikel Unterschätzte Synergien zwischen Vermögensbesteuerung und Klimawandelanpassung: Klimapolitik: Drei Fliegen mit einer Klappe zeigen die Autoren, dass vermögensbezogene Steuern mehr sein können als ein Mittel zur Einnahmengenerierung — sie könnten ein Schlüsselelement einer sozial gerechten und wirksamen Klimapolitik sein.

🌱 Warum Vermögenssteuern und Klimaanpassung zusammengehören

  • Klimaanpassung braucht Geld — und Gerechtigkeit. Viele Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (z. B. Infrastruktur-Anpassungen an Extremwetter, Schutz vulnerabler Gruppen, Förderung nachhaltiger Mobilität) kosten Geld. Vermögenssteuern können eine nachhaltige und faire Finanzierungsgrundlage schaffen. 

  • Ursachen von Verwundbarkeit adressieren. Gesellschaftliche Ungleichheiten – etwa in Bezug auf Vermögen und Ressourcen – verstärken oft Umwelt- und Klimarisiken. Vermögensbezogene Steuern können soziale Schieflagen mildern und dadurch die Verwundbarkeit gegenüber Klimaauswirkungen verringern. 

  • Soziale Gerechtigkeit & Klimaschutz verbinden. Mit einer klugen Gestaltung können Vermögenssteuern helfen, Klimaprojekte solidarisch zu finanzieren: Wer mehr hat, trägt entsprechend mehr bei. So entsteht eine Verbindung zwischen sozialer Gerechtigkeit und nachhaltigem Klimaschutz.

🚀 Was das für eine gerechte Zukunftspolitik bedeuten könnte

  • Investitionen in Klimaanpassung — wie Hochwasserschutz, klimaresiliente Infrastruktur, Natur- und Renaturierungsprojekte — könnten dauerhaft gesichert werden.

  • Menschen und Gemeinschaften, die ohnehin wenig Vermögen haben und oft am stärksten unter Klimaauswirkungen leiden, werden entlastet.

  • Der Diskurs über Klimapolitik wird gerechter: Es trägt nicht nur – wie oft – diejenigen, die ohnehin wenig haben, sondern auch diejenigen, die über größere Vermögenswerte verfügen.

Autoren

  • Julia Teebken
  • Ulrich Klüh
  • Sonja Kleinod
  • Hendrik Theine

Finanzpolitik für die Transformation

Finanzpolitik für die Transformation

Was bedeutet es eigentlich, eine Transformation zu “finanzieren“?

Wenn wir in der Alltagssprache von “Finanzierung“ sprechen, denken die meisten Menschen an private Geldkreisläufe und Kredite. Lange Zeit herrschten ganz ähnliche Vorstellungen, wenn es um die Finanzierung der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft ging. Der Begriff „Sustainable Finance“ stand für eine Sichtweise, die großes Vertrauen in Marktmechanismen und privatwirtschaftliche Initiative setzte. Leider haben sich die Versprechen der privaten Finanzmarktakteure, die für die Transformation notwendigen Mittel aufzubringen, als leere Worte erwiesen. Infolgedessen sind zunehmend nationale und supranationale Akteure in die Bresche gesprungen. Doch auch ihre Versprechungen waren bisher leere Worte, gemessen an den benötigten Summen. Warum haben sich alle Versprechen, einen bestimmten Geldbetrag zur Finanzierung der Transformation aufzubringen, bisher als leere Worte erwiesen? Dieser Frage ging die Tagung “Finanzpolitik für die Transformation“ nach, die vom 10. bis 12. März 2025 in der Evangelischen Akademie Tutzing stattfand. Die dort präsentierten Beiträge lösten unter den fast 100 Teilnehmern intensive Diskussionen und Debatten aus. Einige davon finden Sie im Folgenden.

Die Organisatoren Uli Klüh und Richard Sturn führten vor der Konferenz in das Thema ein. Den Blogbeitrag „Leere Worte: Die „Finanzierung“ der Nachhaltigkeitstransformation als politisches Problem“ können Sie hier lesen.

Openly advertised part of the conference – Parallel sessions: 

  1. Steuerung wirtschaftlicher Entwicklung durch das Finanzsystem in ChinaRainer Land  (Thünen Institute for Regional Development)
  2. State Finance Beyond the Core Budget. Off-Balance-Sheet Fiscal Agencies in Germany’s Fiscal EcosystemArmin Haas (Global Climate Forum)
  3. Tax justice and climate changeAlison Schultz (Finanzwende)
  4. Der lokale Euro und die zentrale, aber unerschlossene Rolle öffentlicher Banken für eine sozial-ökologische Transformation – Stephan Dilschneider (ecoloc | local transformation design)
  5. Post-Growth und SparkassenJakob Kubin und Ilias Naji (Hochschule Darmstadt/ZNWU)
  6. Why we need tot hink beyond money: the inescapable logic of capitalPatrique Degan (Hochschule Darmstadt/ZNWU)
  7. Jenseits etablierter finanzpolitischer Debatten: Graswurzelinitiativen als Katalysatoren für die Transformation des GeldwesensHolger Kreft (bzr Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung)
  8. Kapital- und Finanzwirtschaft oder eine transformative Sozialstaatswirtschaft in souveräner RegieHorst Müller (Sozialphilosoph und Sozialinformatiker, Redakteur des Portals Praxisphilosophie)

Die Abschlussarbeit wird sukzessive fertiggestellt…………